8 Tipps damit die Rechnung der Iberdrola nicht mehr so hoch ausfällt
Wer sein Ferienhaus in der heißen Sonne Spaniens runterkühlen möchte, nutzt dazu „natürlich“ immer eine Klimaanlage – das ist schließlich der einfachste Weg. Doch wenn man auf die monatliche Abrechnung der Iberdrola blickt, wünscht man sich vielleicht schon, dass die Stromkosten etwas geringer ausfallen würden.
Da sich die Energiepreise in den letzten Jahren massiv nach oben entwickelt haben, wollen wir ein paar Gedanken sammeln, um den Kostenfallen in Spanien zu entkommen. Wie können wir also die Stromkosten reduzieren? Hier unsere Ideen:
1. Schatten ist die halbe Miete
Wer gerade am Strand ist oder einen Ausflug macht, kann natürlich nicht daran denken, in der brütenden Hitze die Jalousien runterzufahren. Doch genau das verhindert, dass sich das Haus aufheizt. Es könnte sich lohnen, automatische oder programmierbare Jalousien einzubauen, die sich nach dem Sonnenstand richten. Auch HiTech-Markisen sind kleine Wunderwaffen: Sie reflektieren über 90 % der Sonneneinstrahlung und senken die Innentemperatur spürbar.
2. Der Standort der Kühlgeräte
Befindet sich der Kühlschrank oder die Kühltruhe in einem kühleren Raum? Wenn Kühlgeräte gegen extreme Umgebungstemperaturen anarbeiten müssen, frisst das Unmengen an Strom. Vielleicht könnte der Gefrierschrank auch in der kühleren Garage betrieben werden?
3. Standby-Fallen eliminieren
Suchen Sie nach unnötigen Wärmequellen! Häufig sind Netzteile von Fernsehern oder Computern auch im Standby-Betrieb „heiße“ Verbraucher. Hier könnten ein paar Funk-Steckdosen leicht Abhilfe schaffen und die Geräte mit einem Klick wirklich vom Netz nehmen.
4. LED-Revolution statt Billigware
Klassische Glühbirnen geben viel Wärme ab – genau das, was wir im Sommer nicht wollen. Ein Umstieg auf LED lohnt sich zweifach: Sie sparen Strom und eliminieren zusätzliche Wärmequellen. Wer keine Lust auf die (oft minderwertige) Qualität vom Chinamarkt hat, findet in der Ferretería Soterín oder Ferretería Alcaraz in unserer Urbanisation hervorragende LED-Technik und gute Beratung. Ansonsten lohnt sich ein Ausflug zum Zenia Boulevard zu Leroy Merlin.
5. Natürliche Schattenspender
Pflanzen Sie Bäume! Palmen und große Gewächse sind nicht nur schick, sondern kühlen aktiv das Mikroklima um Ihr Haus. Wir haben unsere Pflanzen von der Baumschule Viveros la Dama (an der CV-853 Richtung Elche). Die liefern sogar ganz große Bäume und pflanzen sie direkt ein – einfach mal fragen!
6. Dämmung: Nicht nur was für den Winter
Viele Deutsche denken bei Iso-Verglasung nur an Kälteschutz. Doch moderne Kunststofffenster mit Mehrfachverglasung halten die Hitze im Sommer genauso draußen wie die Wärme im Winter. Auch eine Dämmung der abgehängten Decke oder ein Wärmedämmverbund-System an der Fassade sorgt dafür, dass der Stromzähler wegen der Klimaanlage nicht durch die Decke geht.
7. Das Kraftwerk auf dem Dach: Solarenergie nutzen
Wenn die Sonne schon so unerbittlich brennt, warum sie dann nicht für sich arbeiten lassen? In Spanien macht Photovoltaik heute mehr Sinn denn je. Seit dem Wegfall der berüchtigten „Sonnensteuer“ ist die Installation von Solarmodulen für Privathaushalte unkompliziert und wird oft sogar staatlich gefördert.
- Eigenverbrauch: Mit einer kleinen Anlage auf dem Dach lässt sich die Klimaanlage tagsüber quasi „kostenlos“ betreiben – genau dann, wenn die Sonne am stärksten scheint und der Kühlbedarf am höchsten ist.
- Einspeisung: Überschüssiger Strom kann gegen eine Gutschrift auf der Rechnung (Compensación) ins Netz eingespeist werden. Wer hier einmal investiert, lacht bei der nächsten Iberdrola-Rechnung!
8. Die Klimaanlage: Effizienz ist Trumpf
Wenn Sie eine neue Anlage kaufen, achten Sie penibel auf das Energieetikett. Zwischen einem Gerät der Klasse A+++ und einem günstigen G-Gerät liegen Welten im Verbrauch.
- Einstellung: Stellen Sie das Thermostat im Sommer auf 26 Grad (im Winter unter 21 Grad). Jedes Grad kühler kostet etwa 7 % mehr Energie.
- Wartung: Reinigen Sie regelmäßig die Filter, damit das Gerät nicht unnötig schwer arbeiten muss.
- Standort: Das Außengerät sollte an einem belüfteten Ort und vor direkter Sonne geschützt stehen – vielleicht sogar im Schatten Ihrer neuen Solarmodule?
Fazit: Es gibt viel zu tun und noch mehr zu sparen. Mit einer Kombination aus smarter Verschattung, effizienter Technik und vielleicht sogar dem eigenen Sonnenstrom lässt sich das Leben in Spanien deutlich entspannter genießen.
Bis bald in der Urbanisation,
Jürgen

