Mit Geocaching die Umgebung der Urbanisation und San Fulgencio entdecken
Sicher habt ihr auch immer viele Pläne, wenn ihr hier euren Urlaub verbringen könnt – oder vielleicht gehört ihr zu den Glücklichen, die hier überwintern können. Spätestens dann hat man sicher mal Zeit für die etwas wohltuende Möglichkeit die Vega Baja und die Natur zu erkunden.
Wer den Spieltrieb noch nicht ganz verloren hat, kann sich freuen, mit Geocaching nicht nur die Urbanisation oder die direkte Umgebung zu erforschen – nein, dieses Abenteuer um wie Indiana Jones versteckte Schätze zu suchen, spielen Menschen in der ganzen Welt! Und ich möchte Dir nahelegen, Dir das mal anzuschauen. ☀️
Was braucht man für Geocaching?
Natürlich Lust draußen unterwegs zu sein. Dieses Spiel kann natürlich mit dem Handy gespielt werden, aber man muss damit zwingend das Haus verlassen. Nachdem man sich einmal in der App (kostenlos) registriert hat, kann es auch gleich losgehen.
Einen Stift, idealerweise einen wasserfesten Fineliner einstecken und die App aufrufen. Nun sieht man auf der Karte der Umgebung in der man sich befindet kleine grüne oder graue Kisten. In der kostenlosen Version können wir alle grünen Kisten versuchen zu finden.

Mit einem kostenpflichtigen Upgrade werden auch die grauen Orte grün. Ich habe erst angefangen und nutze noch immer die freie Version von Geocaching – sollte ich irgendwann meine Familie überzeugen können, werde ich vielleicht upgraden. Aber zurück zum Spiel. Wenn man sich nun ein Ziel in der Umgebung ausgesucht hat, kann man über den Cache eine Beschreibung aufrufen, wo man Hinweise über den Standort findet. Natürlich steht nirgendwo eine Kiste herum… diese würden nicht lange am Ort bleiben, daher sind diese Caches mehr oder weniger gut versteckt. Der Schwierigkeitsgrad steht auch immer im Profil des jeweiligen Caches.
Am besten zu Fuß oder mit dem Rad jetzt einfach mal auf den Weg machen – den Rest können wir einfach gleich zusammen erleben.
Also folgen wir der Landkarte in der App um den ersten Cache zu finden.
Am Ort angekommen
Wenn wir uns am richtigen Ort befinden, studieren wir nochmal die Beschreibung des Caches. Je nach Schwierigkeitsgrad kann es eine richtige Beschreibung sein oder ein Rätsel. Es gibt für alle Fälle noch einen „Hint“ Button in der App, falls man trotz der normalen Beschreibung den Cache nicht findet.
Achtung: Kurz schauen, dass man nicht gesehen oder beobachtet wird, oft werden solche Orte von „Muggeln“ sonst zerstört!

In meinem Fall war mein erster Cache im Naturschutzgebiet San Fulgencio gut versteckt. Das GPS war auch nur ungefähr korrekt. Man muss schon ein wenig suchen, sonst würde es ja auch keinen Spaß machen.
Ich fand in einer kleinen Höhle, in der auch eine Schlange sich von der Sonne hätte versteckte können 😲 Unter einen kleinen Hügel aus Steinen – darunter verborgen war eine kleine wasserdichte Kapsel mit einem Logbuch.
Man klickt in der App auf gefunden (oder nicht gefunden, für den Fall) und kann noch einen netten Kommentar an die Person hinterlassen, der sich um den Cache kümmert.
In meinem Fall war es ein kleiner Cache, in dem nur ein kleines Logbuch war – nach einem genussvollen Studium der Einträge, die bis 2017 zurück gingen, schrieb ich mich und meinen Namen (den ich in der App bei der Anmeldung vergeben habe) mit Datum hinein.

Aber prompt bekam ich in der App meine erste Auszeichnung im Profil für den ersten Fund in Spanien 🥰
Bitte – versteckt den Cache nun wieder so, wie man diesen vorgefunden hat, damit andere auch ihren Spaß haben können.
Zusatz-Info:
Sollte das Logbuch fast voll sein, die Verpackung nicht mehr wasserdicht oder sonst etwas nicht stimmen – bitte den Cache in der App „Wartung“ melden, damit der Eigentümer sich kümmern kann. Nichts selbstständig ändern bitte.
Sollte der Cache nicht auffindbar sein, auch im Cache kommentieren, dass man diesen nicht gefunden hat. Vielleicht würde jemand beim letzten Mal beobachtet und er würde gestohlen… darum immer den Status in der App beschreiben – andere Mitspieler sind dankbar darüber!
Wir kratzen hier nur an der Oberfläche. Es gibt auch große Caches, sogar Truhen, die Hardcore Geocacher nur mit Taucherausrüstung Bergen können – man betritt eine fantastische Welt und ich wünsche viel Spaß beim Suchen und Finden.

Mein Fazit: Der Anfang war für mich etwas steinig. Ich wollte Geocaching schon lange ausprobieren und habe jetzt neben dem Spiel Ingress und unserem Branchenbuch endlich etwas gefunden, das mich unterwegs toll unterhält. Gerade mit dem Fahrrad macht es in La Marina und San Fulgencio viel Spaß. Auch gleich nach dem ersten Fund das spanische Abzeichen zu bekommen hat mich noch mehr motiviert, weiterhin mitzuspielen.
Man sollte jedoch gut zu Fuß sein, oder den Schwierigkeitsgrad vorher genauer beachten. Festes Schuhwerk und entsprechende Kleidung, dass man auch auf die Knie gehen kann ist zu empfehlen. In meinem Rucksack wird künftig neben Verpflegung und Wasser, auch ein paar Handschuhe Platz finden. Ein paar Links hänge ich hier noch an, falls jemand mehr Informationen oder sich noch weitere ausrüsten möchte.

Bleibt verspielt, nächstes Mal freue ich mich schon auf weitere Abenteuer im Umland – oder auch nur in unserem Dorf,
Jürgen aus der Urb.
PS: Und niemand sagt, dass man das alleine spielen muss. Zieht zusammen los, wenn ihr könnt 🤓
PPS: Der Markus hat mich über Mastodon noch darüber informiert, dass es auch eine Alternative gibt, die vollständig gratis ist, klickt dazu auch gerne mal unter https://www.opencaching.de rein und schaut euch mal um – das mache ich jetzt auch erstmal. Danke ❤️

