Ausreiten und Reiterferien an der Costa Blanca zwischen Alicante und Torrevieja

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Wer an der Costa Blanca Urlaub macht, genießt hier sicher den Urlaub am Strand. Doch auch für Pferdefreunde hat die Küstenlinie zwischen Alicante und Torrevieja so einiges zu bieten und wir möchten euch in diesem Artikel ein paar Reiterhöfe vorstellen, die wir bisher besucht haben. Wer gerne seine freie Zeit auf dem Rücken der Pferde verbringt, hat hier natürlich die besten Voraussetzungen um ein einer Landschaft auszureiten, in der in den 70ern schon so mancher Western gedreht wurde. Zwischen Bergen und dem Meer gibt es hier malerische Reitwege zu entdecken, die man teils auch nur zu Fuß oder mit dem Pferd erreichen kann – die Krönung ist natürlich das Reiten am Meer.

Die Costa Blanca bietet Reitmöglichkeiten für jedes Alter

Das Interessante ist, dass in Spanien das Leben nicht so sehr von Vorschriften gepeinigt wird, wie in Deutschland – in der Regel ist das Leben hier viel entspannter – man hat ganz andere Sorgen als der Mitteleuropäer. Aus diesem Grund können auch Kinder hier in den Sattel steigen und die Großen auf den Ausritten begleiten. Mit unserer Tochter (12) war das in den letzten Jahren nie ein Problem, der einzige Unterschied waren nur der Service und die Kosten je Reitstunde. Aus diesem Grund möchten wir hier eine Übersicht schaffen, um empfehlenswerte Reiterhöfe und Ranches in der Region Orihuela, Elche und Alicante: Genauer gesagt kennen wir bisher Möglichkeiten in San Miguel, Los Montesinos und La Mata (bei Torrevieja) um Urlaubern und Familien mit Kindern Reitmöglichkeiten zu bieten.

1. Hipica Gilillo in San Miguel de Salinas


„Hacks for both experienced riders and beginners.“ Wer mindestens der englischen Sprache mächtig ist, erlebt hier einen Ausritt der besonderen Art, da der Reiterhof zwischen Orangenplantagen und den Bergen liegt. Das Angebot richtet sich eher an jene Reiter, die etwas ab vom Trubel auf einem gepflegten Hof einen Ausritt planen möchten. Neben Reitstunden, werden hier auch Ausritte zum Essen angeboten – also erst eine oder zwei Stunden mit anderen Reitern die Landschaft genießen, ehe man an einem Restaurant eine Pause macht, die Pferde versorgt und sich auf ein Bier und Tapas freut. Dann geht es wieder zurück zum Hof. Es werden auch Ausritte an den Strand geboten, Geburtstagsfeiern, BBQ und vieles mehr. Nach dem Ausritt freuten wir uns noch über ein paar Bilder, die von unserer Tochter beim Ausritt gemacht wurden. Reitstunden gibt es hier schon ab 15 Euro.

Über eine Empfehlung wurden wir auf diesen Hof aufmerksam. Der Hof ist sehr gepflegt und wird von einem netten Paar geführt. Wir wurden sehr nett begrüßt und fühlten uns hier in netter Gesellschaft. Wer nur jemanden zum Reiten „bringt“ hat in der Zwischenzeit die Gelegenheit durch eine herrliche Landschaft zu wandern ;-)

Ansprechpartner: Ida +34 625228732 (Swedish und Englisch) und Jesus +34 639215538 (Spanisch)

Webseite und Kontakt: https://hipica-gilillo.negocio.site
Link zur Ranch in Google Maps

2. El Refugio in La Mata / Torrevieja


35 km südlich von Alicante befindet sich der Reiterhof El Refugio am Ufer der blauen Lagune von La Mata und nur ca. 1,5 km vom Strand des Mittelmeers entfernt. Hier kann man neben einzelnen Stunden auch einen ganzen Urlaub verbringen. Für jeden kann hier das geeignete Programm und Pferd zur Verfügung gestellt werden. Nach Auskunft der Inhaber ist es zwar egal, ob man Anfänger, 50-Plus oder fortgeschrittener Reiter ist, ich kann jedoch nur immer im eigenen Interesse empfehlen, schon etwas Erfahrung im Umgang mit Pferden mitzubringen :)

Wir wir darauf gekommen sind? Unweit vom Lemontree-Market sind wir hier einfach vorbeigefahren und haben gefragt, ob unsere Tochter hier reiten könne. Bereits am nächsten Tag saß sie im Sattel und ritt zwei Stunden an der eindrucksvollen Lagune von La Mata entlang.

Der Ausblick von den Stallungen

Der Ausblick von den Stallungen

Webseite und Preisliste informieren in deutscher und englischer Sprache über das Angebot des Hofes unter http://www.elrefugiocostablanca.com.
Anfahrtsplan zum Hof hier in Google Maps

3. Lo Rufete, ein Reiterhof mit ein paar Extras

Vor zwei Jahren wollte ich unserer Tochter ein kleines Geschenk machen und fand in einem spanischen Onlineshop einen Gutschein für einen Ausritt etwas abgelegen hinter Los Montesinos. Hier werden auch für Kids Ausritte um den See La Pedrera angeboten, der von Orangenplantagen gesäumt wird. Ein zweistündiger Ausritt kostet lt. der Webseite aktuell 55.- Euro und kann direkt über die Webseite gebucht bzw. angefragt werden.

Die Lage ist ebenfalls sehr schön und man kann hier leicht den Tag verbringen, in der Saison ist hier noch ein Quadverleih und ein Paintball Sportplatz. Gesprochen wird hier Englisch und Spanisch. Die Reitlehrerin schickte uns auch später ein paar Fotos via WhatsApp zur Erinnerung.

Ein Blick auf die Webseite des Reiterhofs verrät ihnen sicher mehr:

Webseite und Preisliste unter http://lorufete.com/
Anfahrtsplan zum Reiterhof „Lo Rufete“ in Google Maps

Achtung: In der Regel sollte man immer Reitbekleidung und geeignetes Schuhwerk oder Stiefel mitbringen. Reithelme kann man zwar eigentlich immer ausleihen, aber andere Bekleidung nicht und wenn es mal Probleme mit den Größen gibt … wäre es schade für den schönen Ausflug.

Ein paar Tipps zu den häufigsten Reitfehlern

Fast 4 Millionen Menschen bezeichnen sich alleine in Deutschland selbst als ‚Reiter‘. Das schreibt zumindest die ‚Pferd Aktuell‘ und bezieht sich dabei auf eine Studie der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA). Leider haben viele dieser Reiter in ihrem Verhalten den Tieren gegenüber etwas an Nachholbedarf. Es gibt ein paar Themen, denen der Mensch grundsätzlich etwas mehr Beachtung schenken sollte, denn auch eine Freizeitbeschäftigung und der Umgang mit den Pferden will gelernt sein.

Im Vergleich zu anderen Sportarten, sollte man beim Reiten eine Beziehung zu seinem Pferd aufbauen. Viele Menschen vergessen gerade beim Einstieg in die Reiterei ‚das Pferd‘ oder sehen dieses zu Beginn nur als das sprichwörtliche ‚Mittel zum Zweck‘. Doch im Gegensatz zum klassischen Sportgerät ist eine gute Beziehung zum Reittier unerlässlich, da dieses Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier der Stützpfeiler sicheren Reitens ist. Wer sich das erste Mal mit einem fremden Pferd ins Gelände wagt, kennt dessen Schwächen nicht – das Pferd aber auch nicht jene, des Reiters. Aus diesem Grund möchten wir das Thema aufgreifen, um die sechs häufigsten Reitfehler zu besprechen, die wir bisher erleben konnten.

1. Lernen Sie Ihren vierbeinigen Partner besser kennen

Wer diese Regel befolgt und im Pferd das Wesen mit seinen eigenen Charakterzügen, Stärken und Schwächen kennenlernt, ist auf dem Weg eine gute Beziehung aufzubauen. Wenn Sie noch Einsteiger sind, können wir Ihnen nur raten, sich viel mit dem Pferd zu beschäftigen. Reden Sie mit Ihrem Tier, auch wenn das Pferd Ihnen nicht antwortet, können Sie in der Körpersprache häufig Reaktionen auf Ihre Handlungen erkennen. Putzen Sie vor der Reitstunde das Tier und achten Sie dabei auf das Pferd, dessen Körpersprache, Augen und Ohrenbewegungen. Man muss nicht besonders geschult sein, um zu erkennen, was ein Pferd mag und was nicht.

2. Konzentrieren Sie sich

Sein sie nicht „abwesend“ und nehmen Sie die Zügel (statt dem Handy) in die Hand. Die Zeiten haben sich zwar etwas verändert, aber Ihre Freunde in den sozialen Netzwerken werden es auch überleben, wenn Sie das Telefon in der Tasche lassen. Bitten Sie vielleicht jemand anderen ein Foto von Ihnen zu machen, statt mit den Zügeln in der Hand noch ein Handy zu bedienen. Wo wir gerade von Handy sprechen, wir kennen zwar nicht Ihren Klingelton, aber sie sollten am oder spätestens auf dem Pferd das Handy auf Lautlos gestellt haben, da ein Pferd durchaus erschrecken kann, selbst wenn Sie nur einen Anruf oder eine WhatsApp bekommen.

Bilden Sie eine Einheit und konzentrieren Sie sich auf Ihren vierbeinigen Partner, der schließlich Ihren Körper auf seinem Rücken duldet. Gestalten Sie Ihre Reitstunde als ein Erlebnis für Mensch und Tier. Wenn die erste Stunde positiv in Erinnerung bleibt, wird sich das Tier in der nächsten Stunde weiter öffnen, da es das Pferd merkt, wenn Sie ein verlässlicher und konzentrierter Reiter sind.

3. Pressen Sie nicht die Oberschenkel an das Pferd

Wer glaubt, dass man sich bei schnelleren Gangarten einfach mit hart angelegten Oberschenkeln besser stabilisieren kann irrt, denn so wird das Gewicht nicht abgefedert. So fangen Sie an zu ‚klopfen‘! Stattdessen sollten Sie sich auf Ihre Füße konzentrieren und im Trab die Ferse nach unten drücken. Dadurch wird sich Ihr Wadenbein spannen und Sie federn Ihr Gewicht viel leichter ab. Oft wird dies jedoch aus Angst oder mangelndem Training falsch gemacht. Achten Sie beim nächsten Ritt darauf, Ihr Pferd nicht zu „klammern“. Das Thema könnten Sie auch mit Ihren Reitkollegen erörtern – niemand wird Sie verurteilen, wenn Sie etwas lernen möchten – ganz im Gegenteil.

4. Lassen Sie den Blick in der Ferne

Dabei achten Sie nicht nur viel mehr darauf, wohin Sie reiten, sondern Sie verbessern zugleich auch Ihre Haltung. Wenn Sie häufig nach unten zu dem Pferd oder auf die Zügel blicken, sacken Sie leichter zusammen und durch diesen Haltungsfehler verlieren Sie leicht die nötige Spannung. Konzentrieren Sie sich mehr auf den Weg vor Ihnen und behalten Sie Ihre Haltung bei. Natürlich können Sie sich gelegentlich umblicken, Sie sollten jedoch immer wieder daran denken, Haltung zu bewahren, um das Gewicht auf dem Pferd richtig zu verteilen. Punkt sechs kann dabei auch gut helfen!

5. Mit den Zügeln wird nicht ‚gelenkt‘, es wird kommuniziert

Dies ist ein Reitfehler, der von vielen Menschen gemacht wird. Es wird im Frust gerissen und gezogen … doch das sollten Sie nicht. Die Zügel dienen zur Kommunikation zwischen Mensch und Pferd, man zieht aber nicht daran herum, um dem Pferd einen Weg aufzuzwingen. Wenn ein Tier eine gute Ausbildung genossen hat und Sie sich auch sensibel verhalten, werden Sie das Tier mit geringstem Aufwand steuern können. Wenn Sie die Richtung wechseln und dazu die Zügel auf einer Seite am Hals anliegen und auf der anderen Seite nicht mehr, wird das Pferd der Richtung folgen. Der Reiter geht hierbei weich alle Bewegungen des Pferdes mit, ohne es im Maul zu ’stören‘. In jeder Bewegung ist der Druck auf das Pferdemaul auf beiden Seiten gleich. Beim Reiten einer Wendung wird dazu der äußere Zügel genauso viel länger gelassen, wie der innere Zügel verkürzt wird.

6. Nutzen Sie Ihre Bauchmuskeln

Wer seine Bauchmuskeln anspannt, sitzt aufrecht im Sattel. Diese Muskelpartie ist wichtiger als Arm- oder Beinmuskeln, denn es fällt Ihnen mit angespannten Bauchmuskeln leichter Ihr Gleichgewicht zu halten und die Bewegungen des Pferdes abzufangen. Dies sollten Sie ganz bewusst einmal bei der nächsten Reitstunde ausprobieren, Sie werden überrascht sein.

Sie kennen noch weitere Tipps für angehende Reiter? Oder einen anderen Reiterhof in der Region Alicante, Orihuela oder Murcia? Dann würden wir uns riesig freuen, wenn Sie Ihren Tipp mit einem Kommentar unter dem Artikel für uns und die Nachwelt hinterlassen würden. Danke schon vorab für die Mühe :)